Wanted: Namenssponsor gesucht

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New Yorker beendet Basketball-Engagement nach laufender Saison

Unverhofft kommt ja doch bekanntlich oft: Die New Yorker Phantoms verlieren nach der laufenden Saison überraschend ihren Haupt- und Namenssponsor. Gesellschafter New Yorker beendet seine Unterstützung nach acht Jahren und stellt den Klub mit dieser kurzfristigen Entscheidung vor eine große Aufgabe.

Paukenschlag: In einer einberufenen außerordentlichen Sitzung verkündete der Namenssponsor und Gesellschafter New Yorker dem Aufsichtsrat der Phantoms Basketball Braunschweig GmbH, das Engagement für den Braunschweiger Basketball-Bundesligisten einzustellen. Der Entschluss habe aber keinen aktuellen sportlichen Anlass und richte sich nicht gegen den Basketball, wie es hieß.
Der Ausstieg des Namenssponsors zwingt die Phantoms Basketball Braunschweig GmbH daher zu einer Neuausrichtung der Sponsoring-Aktivitäten und stellt den Klub vor eine große Herausforderung. Die Existenz der Gesellschaft sei aber nicht bedroht, Erhalt und Sicherung des Braunschweiger Bundesliga-Basketballs werden laut den Vertretern der Gesellschafter Michael Doering, Öffentliche Versicherung Braunschweig, Paul Anfang, BS Energy, und Dr. Michael Reinhart, Volkswagen Financial Services AG, oberste Priorität haben.
Es gibt viel zu tun: Bis zur Antragsstellung der Lizenz für die Saison 2014/2015 muss nun ein tragfähiges Konzept erstellt werden, das die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und die sportliche Wettbewerbsfähigkeit der Beko Basketball Bundesliga sicherstellt. Die Trikot- und Ausrüstungs-Kollektion für die nächste Saison hatten die Phantoms gerade mit New Yorker gestaltet und bestellt. Mit dem Wechsel des Ausrüsters haben die Phantoms jetzt große Zeitnot, denn die Sportartikelhersteller haben für ihre Sportware eine sehr lange Vorlaufzeit. Die Suche nach einem neuen Top-Sponsor muss daher so schnell wie möglich vonstatten gehen. Phantoms-Aufsichtsratsvorsitzender Michael Doering erklärte nach dem unerwartetem Ausstieg des Modeunternehmens, dass New Yorker ein Sonderkündigungsrecht gehabt habe. Die Planungssicherheit für die Basketballer bis 2015 habe es so ausdrücklich also nicht gegeben. „Wir suchen jetzt einen neuen Top-Sponsor!“ Demjenigen könne man mit Namensrecht und Trikotfläche ein ansprechendes Paket bereitstellen, sagte der Vorstandsvorsitzende der Öffentlichen Versicherung Braunschweig. „Das hat einen Wert von rund einer Million Euro.“ Hierbei spielt jetzt natürlich eine ungemein große Zeitnot eine Rolle. Denn welches Unternehmen hat für das laufende Jahr noch so viel freies Sponsorengeld übrig? „Wenn jemand groß bei uns einsteigt, kann er natürlich über den Namen und den gesamten Auftritt mitentscheiden“, betont Doering. Die Phantoms wurden damals bei New Yorker entworfen. Oliver Braun, der bereits seit 2007 Sportdirektor und nun auch Geschäftsführer der Braunschweiger Basketballer ist, möchte den Namen, die Farben Schwarz, Weiß, Rot und das Phantoms-Maskottchen jedoch gerne behalten, alles soll vorzugsweise lediglich mit dem Namen des neuen Werbepartners versehen werden. „Mittlerweile haben wir es ja geschafft, in mehreren Jahren Arbeit eine Marke zu kreieren. Es wäre schade, jetzt wieder von vorne anzufangen“, so Braun. Für die Spieler soll der Ausstieg des Namenssponsors jedenfalls keine Konsequenzen haben. Der Club trennt das Sportliche strikt vom Wirtschaftlichen, die Mannschaft kann sich zu 100 Prozent auf alle noch anstehenden Spiele der Saison konzentrieren – ein erfolgreich sportliches Abschneiden in der Bundesliga, im besten Fall eine Playoff-Teilnahme, wäre bei der Suche nach einem neuen Namenssponsor ja vermutlich auch sehr hilfreich …

Nachwuchsarbeit trägt weiterhin Früchte

Nächste Runde der „kinder+Sport Basketball Academy“

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Wenn das Geld für Spielereinkäufe knapp wird, muss auf den Nachwuchs gesetzt werden! Nach bereits schon zwei Veranstaltungen der „kinder+Sport Basketball Academy“ findet jetzt ein weiterer offener Testtag für Kinder und Jugendliche im Alter von sieben bis 15 Jahren statt. Die Academy wurde 2011 von der Initiative „kinder+Sport“ gegründet und zusammen mit den New Yorker Phantoms sowie neun weiteren BBL-Vereinen realisiert. Durch ein sechsstufiges Leistungskonzept sollen so Kinder und Jugendliche langfristig für den Basketball begeistert werden. Am Testtag üben Jugendtrainer der Phantoms mit allen Teilnehmern dribbeln, passen, werfen und koordinieren. Wer alle Übungen erfolgreich meistert, erhält als Belohnung ein Trikot. Dass sich die Nachwuchsarbeit auszahlt, beweist aktuell die Nominierung des talentierten U16-Spielers Lars Lagerpusch für das Jordan Brand Classic Camp 2014. Als Bestandteil der Jordan Brand, dem Vermächtnis von US-Basketballstar Michael Jordan, reist der Perspektivspieler vom 7. bis 9. März nach Barcelona. „Wir freuen uns sehr. Lars arbeitet hart an seiner Entwicklung und spielt aktuell eine überragende Saison, weshalb diese Einladung auch Lohn für seine Mühen ist. Zudem ist sie auch ein Beleg dafür, dass unsere Nachwuchsarbeit in Braunschweig weiterhin Früchte trägt“, betont New-Yorker-Phantoms-Sportdirektor Oliver Braun voller Stolz.

Text Maria Lüer
Foto Ingo Hoffmann

Kategorie:Basketball

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