Tops und Flops der Saison

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Grizzly Adams mit Höhen und Tiefen

Unser Ziel sind die Playoffs“, teilte Cheftrainer Pavel Gross inSport Ende letzten Jahres noch mit. Bis zum Erreichen der Endrunde war es ein beschwerlicher Weg, der mit einem Saisonabschluss endete, der wahrlich kein Grund zur Trauer ist. Zeit einen Blick auf die schönsten Siege und die bittersten Niederlagen der Saison zu werfen.

 

Top-3-Spiele

11.1.13 | Grizzly Adams vs. Hannover Scorpions 5:2
„Wir haben gut angefangen, aber zunächst viele Chancen liegen lassen“, weiß Pavel Gross nach dem Spiel. Dem Chancenwucher zum Trotz reichte es aber dennoch für einen torreichen Sieg: Nachdem es nach dem zweiten Drittel 2:2 unentschieden stand, drehten die Wolfsburger im letzten Drittel richtig auf: Hospelt (46.), Dzieduszycki (48.) und Kohl (58.) sorgten für einen mehr als verdienten Erfolg – und den sechsten Heimsieg in Serie.

 

2.10.12 | ERC Ingolstadt vs. Grizzly Adams 0:3
Obwohl die Grizzlys mit einer sehr angespannten Personalsituation antreten mussten (nicht einsatzfähig waren sechs Akteure: Wurm, Fischer, Köttstorfer, Walter, Danner, Haskins, Grygiel), gelang es ihnen, die Ingolstädter mit einem 3:0 vom Eis zu fegen. Obwohl der ERC mit sehr viel Druck startete, konnte Grizzly-Torhüter Sebastian Vogl alle Schüsse auf sein Tor entschärfen – Matt Dzieduszycki, Benedikt Schopper und Sebastian Furchner kümmerten sich sodann um die Punkte. „Wir
hatten heute einen überragenden Sebastian Vogl im Tor und konnten einige gefährliche Konter fahren. Obwohl wir nur 15, 16 Leute hatten, haben wir eine sehr gute Leistung gezeigt und stets gekämpft“, beschreibt Pavel Gross das Auswärtsspiel.

 

26.10.12 | Düsseldorfer EG vs. Grizzly Adams 2:5
Kein Drittel ohne Treffer (1:1, 2:0, 2:1)! In Düsseldorf konnte Armin Wurm erstmals nach seiner rund neun Monate andauernden – wegen einer schweren Knöchelverletzung zustande gekommenen – Zwangspause wieder antreten. Auch Martin Walter war wieder dabei. Nichtsdestotrotz gingen die Gastgeber zunächst in Führung. Aber nicht lange: Das Düsseldorfer 1:0 in der 13. Spielminute beantwortete Grizzly Rainer Köttstorfer schon 48 Sekunden später mit einem Gegentreffer. Ab dem zweiten Drittel folgte dann ein wahres Tor-Festival. „Wir haben gewusst, was uns heute erwartet. Wir haben gekämpft und auch die Zweikämpfe angenommen. Ich denke, wir haben heute letztlich verdient gewonnen“, so Pavel Gross selbstbewusst nach dem Spiel.

 

Flop-3-Spiele

2.11.12: Grizzly Adams vs. Eisbären Berlin 3:8
Kampf und Leidenschaft reichten leider nicht: Obwohl der EHC gleich zu Beginn viel Druck machte und sich im ersten Drittel einen Zwei-Tore-Vorsprung erarbeiten konnte, ließ sich diese Leistung nicht halten. Dennoch ein erinnerungswürdiges Spiel. „Respekt an unsere Fans. Ich ziehe meinen Hut vor allen, die uns heute so einzigartig unterstützt haben, auch nach dem Spiel. So etwas habe ich noch nie erlebt – nirgendwo“ – Pavel Gross konnte es kaum fassen, dass trotz der vernichtenden Niederlage die Grizzlys den Rückhalt ihrer Fans durch lautstarke Gesänge zu spüren bekamen. Anschließend kam ein Großteil der Spieler aus der Kabine zurück, um den treuen Anhängern zu danken.

 

21.9.12 | Grizzly Adams vs. Kölner Haie 0:4
Kein guter Saisonstart: Vor 2.339 Zuschauern verloren die Grizzly Adams im dritten Spiel der Saison das dritte Mal. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass Armin Wurm, Christopher Fischer, Adrian Grygiel, Rainer Köttstorfer und der erst kurz zuvor verpflichtete Martin Walter durch Verletzungen ausfielen. Auch der gesperrte Grizzly-Stürmer Greg Moore durfte nur von der Bank aus bei dem Debakel zuschauen. Dazu Pavel Gross: „Die Kölner Haie haben alle drei Drittel verdient gewonnen.“ Immerhin gab es an diesem Tag auch ein freudiges Ereignis: Die elfjährige Lara wurde als 1.000. Dauerkartenbesitzerin geehrt und bekam auf dem Eis vom verletzten Christopher Fischer zusammen mit einer gleichaltrigen Freundin das neue Grizzly-Girly-Shirt überreicht.

 

24.2.13: Thomas Sabo Ice Tigers vs. Grizzly Adams 4:0
An diesem Tag riss die Siegesserie der Grizzly Adams. Innerhalb von nur 22 Sekunden sicherten sich die Gastgeber aus Nürnberg bereits in der 12. Minute einen deutlichen 2:0-Vorsprung. Der EHC spielte einfach zu kompliziert und musste in der 34. und zum Ende in der 43. Minute weitere Treffer einstecken. Die Grizzly Adams landeten lediglich ein paar Pfostentreffer – und die Niederlage in Nürnberg ließ die Hoffnung auf die Pre-Playoff-Plätze zunächst wieder schrumpfen. Der Abstand auf den zehnten Tabellenplatz betrug zu diesem Zeitpunkt nun wieder drei Punkte. 

 

Text: Hannes Graubohm Foto: EHC Wolfsburg

Kategorie:Hockey

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