„Tennis meets Nightlife“ als bewährtes Erfolgsrezept

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Braunschweig war zum 23. Mal Austragungsort des größten Tennisturniers in Niedersachsen. Und wieder einmal waren die Sparkassen Open ein voller Erfolg. Schirmherrschaft übernahm erneut der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil.

Die größten deutschen Tennis-Legenden feierten auf den Gran Slam Bühnen in Melbourne, Paris, Wimbeldon oder New York ihre Erfolge und schrieben damit Tennisgeschichte. Momentan erlebt vor allem das Damentennis in Person von Angelique Kerber einen deutlichen Aufschwung. Die diesjährige Australien-Open-Siegerin und Wimbeldon-Finalisten knüpft nun ein beeindruckender Manier an die Triumphe von Boris Becker oder Steffi Graf an.

Doch auch die größten Stars fangen einmal klein an. Die Sparkassen Open bieten jungen und talentierten Spielern die Möglichkeit, sich zu zeigen und weitere Erfahrung in der Tenniswelt zu sammeln. Nicht umsonst gilt das, auf dem Gelände des Braunschweiger Tennis- und Hockey Clubs ausgetragene, Challenger als „Sprungbrett-Turnier“.

Nur ein Beispiel für einen kometenhaften Aufstieg lieferte Alexander „Sascha“ Zverev. Der damals 16-Jährige Zverev jubelte zuvor bei einigen Nachwuchsturnieren, bevor er eine Wildcard für die Sparkassen Open im Jahr 2014 erhielt und dort sein erstes Profiturnier gewann.

In diesem Jahr gewann Thomaz Bellucci das Turnier. © Thomas Ammerpohl

 

Aktuell belegt der nunmehr 19-jährige Alexander Zverev den 27. Platz der Herren-Weltrangliste und gilt als eines der vielversprechendsten Talente der Welt.

Für das Turnier in Braunschweig gab es derweil zum wiederholten Male eine besondere Auszeichnung: Das mit 106,500 Dollar und 125 Punkten dotierte ATP-Event erhielt bei den ATP-Tour-Finals in der Londonder O2-Arena den „ATP-Challenger Award“ als bestes Turnier der Welt in dieser Kategorie.

Unter anderem ausschlaggebend dafür ist die erfolgreiche Formel „Tennistainment“. Eine Mischung aus hochklassigem sowie spannendem Tennis und Nightlife. Hier kann jeder Gast entscheiden, ob er zum Tennis oder zum Nightlife kommt oder eben beides erleben möchte. Auf einer sehr liebevoll und ansprechenden Anlage mit angenehmen Ambiente ist das Turnier nicht nach dem letzten Ballwechsel zu Ende. Genau das zieht auch Menschen an, die von sich aus nicht so viel mit diesem Sport zu tun haben. Viele kommen um sich bei einer Vielzahl von Ständen kulinarisch zu verwöhnen und abends mit fantastischer Live Musik zu feiern und zu tanzen. Highlight war in diesem Jahr Stefanie Heinzmann, die unter anderem ihr neues Album präsentierte und die Bühne rockte. Gerade bei den Zuschauerzahlen schlägt sich dieses Erfolgsrezept nieder.

Zu Beginn der Sparkassen Open begeisterte Stefanie Heinzmann die Gäste mit einer Mischung aus Pop und Soul. © Thomas Ammerpohl

Doch auch die alljährliche äußerst interessante Setzliste macht das Turnier einfach zu etwas Besonderem und sorgt durchweg für einen hohen Zuschaueransturm. Ähnlich wie im Vorjahr besuchten mehr als 30.000 Menschen das Gelände des Braunschweiger Tennis- und Hockey Clubs. Und obwohl die roten Sandplätze mitsamt des Tennissports dominierten, kamen auch alle Fußballverrückten auf ihre Kosten. Alle Spiele der Europameisterschaft waren auf vielen Fernsehern und Leinwänden zu sehen.

Dieses Jahr kündigten sich gleich acht Profis aus den Top 100 der Weltrangliste für das Turnier in Braunschweig an. Unter ihnen befand sich der deutsche Florian Meyer, der die Gery-Weber Open Halle (NRW) gewann und die Nummer 62 der Weltrangliste, der beim Turnier an 1 gesetzte Thomaz Bellucci oder auch Inogo Cervantes. Viele erfahrene Spieler sorgten durchweg für ein äußerst internationales Flair. Doch obwohl letztendlich die beiden höchst gesetzten Spieler das Finale bestritten, schieden weitere namhafte Konkurrenten schon in den ersten Runden aus. Facunde Bagnis scheiterte zum Beispiel an Mischa Zverev. Auch Jan-Lennard Struff unterlag früh im Turnier gegen Juan Ignacio Galarza.

Das Finale bestritten die beiden Top gesetzten Akteure Belucci und Cervantes. In einem spannenden Match setzte sich schlussendlich der Brasilianer Thomaz Belucci mit 6:1, 1:6 und 6:3 durch. Im Doppel-Endspiel gewannen James Cerretani und Philipp Oswald gegen Mateusz Kowalczyk und Antonio Sancic.

Kategorie:Allgemein, Sonstiges

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