Für den Motocross-Sport quer durch Deutschland

Der Braunschweiger Nico Koch will unter die Top-Ten bei der Deutschen Meisterschaft.

Der Braunschweiger Nico Koch will unter die Top-Ten bei der Deutschen Meisterschaft.

Schon als kleines Kind wollte der Braunschweiger Nico Koch Motocross-Pilot werden. „Aber erst sollte er Fahrrad fahren können – ohne Stützräder“, lacht sein Vater Olaf Koch. Trotzdem: Schon mit drei Jahren saß der heute 17-Jährige auf einem Motorrad und fährt aktuell mit bei den Deutschen Meisterschaften und den ADAC MX Masters.

Die Deutschen Meisterschaften in Nico Kochs Motocross-Klasse heißen eigentlich „DMSB Motocross-Meisterschaft MX2“. Sechs Läufe umfasst der Wettbewerb, vier haben die Teilnehmer bereits hinter sich gebracht. Der Braunschweiger findet sich aktuell auf dem zehnten von 34 Tabellenplätzen wieder – und das, obwohl er wegen einer Knieverletzung das vierte Rennen in Schweighausen (Rheinland-Pfalz) aussetzen musste.

Die ersten drei DM-Läufe fanden in Dolle (Sachsen-Anhalt), Wriezen (Brandenburg) und Pflückuff (Sachsen) statt. „Es läuft richtig gut“, sagt der Braunschweiger, der sich die Top-Ten als persönliches Ziel gesetzt hat. Besonders in den ersten beiden Läufen konnte er überzeugen. So auch im Zeittraining für den dritten Lauf – damit hätte er sich auf Tabellenplatz sieben vorgekämpft. Doch ein Motorschaden im eigentlichen Rennen nötigte ihn, die letzte Runde im ersten Gang zu fahren.
Schwere Aufholjagd

Die Knochenprellung am Knie zog sich der 17-Jährige in Aichwald (Baden-Württemberg) zu. Denn dort wurde der dritte Lauf der ADAC MX Masters ausgetragen. „Im Freien Training konnte ich ein paar gute Runden drehen, bin dann aber gestürzt“, blickt er auf den 11. Juni zurück. Darum konnte er auch im darauffolgenden Lauf in Bielstein (Nordrhein-Westfalen) keine Punkte für die Gesamtwertung sammeln. „Es wird schwer werden, mich in der Tabelle wieder hoch zu kämpfen.“ Hier belegt Koch, der mit seiner 250er Viertakt-KTM für den ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt startet, nur Rang 50 von 62.

Dabei hatte der erste Masters-Lauf in Fürstlich Drehna (Brandenburg) vor 10.000 Zuschauern so gut begonnen: Nach einer erfolgreichen Trainingsphase fuhr der Braunschweiger auf Platz 17 von 90 und erkämpfte sich so einen der 40 begehrten Startplätze. Ein kleiner Sturz ließ ihn zunächst zurückfallen, doch er kam am Ende als 29. ins Ziel.

Rennen zwei fand in Österreich statt. Hier konnte Koch trotz guter Leistungen keinen Blumentopf gewinnen. „Die Konkurrenz aus dem Süden war sehr stark.“
Immer auf Achse

In beiden Wettbewerben stehen nach Veröffentlichung dieses inSport-Magazins noch jeweils zwei Läufe auf dem Programm. Nico Koch wird dabei sein. Alle Infos gibt es dann online auf www.nico-koch-motocross-racing.com

Mit seinem Vater und Trainer ist der 17-Jährige für seinen Sport viel auf Reisen. „Ich habe einen Sprinter ausgebaut“, erklärt Olaf Koch, „eine Hälfte ist die Werkstatt, die andere der Wohnbereich.“ Im zurückliegenden Jahr war das Duo aus Braunschweig-Timmerlah sogar noch weiter unterwegs: Spanien, Italien, England. Der Motocross-Fahrer nahm nämlich an der Europameisterschaft teil.

Wenn Nico Koch nicht gerade in der Schule büffelt oder unterwegs bei Rennen ist, treibt er beinahe täglich Fitness. Nachmittags nach der Schule geht er dann Fahrradfahren, Schwimmen oder Laufen. Sollte sein Traum, Motocross professionell zu betreiben, nicht wahr werden, will er später zum Beispiel Sportmanagement studieren.
Motocrossstrecken in der Region

Salzgitter-Watenstedt, Eisenhüttenstraße, 38329 Salzgitter, Kontakt: www.gsc-salzgitter.de

Oschersleben: Mühlenweg, 39387 Oschersleben (Bode), Kontakt: www.msc-oschersleben.de

Wolfsburg-Velstove (aktuell geschlossen): Alte Handelsstraße, 38448 Wolfsburg, Kontakt: www.msc-oschersleben.de

Text: Kjell Sonnemann
Fotos: privat

Kategorie:Allgemein, Motorsport, Sonstiges
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