Fifty Shades of Mud

StrongmanRun (c) Fisherman's Friend

StrongmanRun (c) Fisherman's Friend

Der Strongman Run am Nürburgring ist die Mutter aller Hindernisläufe

Zwölf Kilometer Länge, gespickt mit 17 Hindernissen, darunter schlammige Gruben, Kletterhürden und Netze – der Strongman Run am Nürburgring ist der ungewöhnlichste Hindernislauf der Welt. Und auch der größte – wie 13.500 angemeldete Teilnehmer am 9. Mai wieder unter Beweis stellen wollen.

Vor acht Jahren fing der mittlerweile weltweit größte Hindernislauf verhältnismäßig klein an: Gerade einmal 1.600 Teilnehmer hatten sich im Februar 2007 auf einem Truppenübungsplatz in der Nähe von Münster eingefunden. Sechs Kilometer mit neun Hindernissen galt es zu überwinden. Seitdem ist nicht nur die Fangemeinde, sondern auch die Teilnehmerzahl stetig gestiegen. Bereits seit September letzten Jahres ist der Lauf mit 13.500 angemeldeten Teilnehmern ausgebucht und hat damit – erneut – die Anmeldungen des Vorjahres übertroffen. Der Lauf hat sich längst zum Massenevent mit Entertainmentfaktor gemausert. Ein Grund dafür könnte das dahinter stehende Konzept sein, denn anstatt ausgeklügelter Lauftechniken und Bestzeiten stehen hier vor allem Teamgeist und Spaß im Vordergrund. Doch auch den Zuschauern wird einiges geboten: Da sind zum einen die kreativen und teilweise aufwendigen Kostüme der Teilnehmer – da läuft schon mal ein Wikinger neben Superman oder einer männlichen Ballerina. Zum anderen sorgen die 17 Hindernisse entlang der Strecke bei den Zuschauern für Erheiterung – und bei den Teilnehmern für Schweißperlen. So müssen beispielsweise Überseecontainer und Berge aus Strohballen überwunden werden, nur um anschließend einen See aus Schlamm zu durchwaten. Diese Hindernisse, die kreative Namen wie „Fifty Shades of Mud“ oder „Mount Buttmore“ tragen, sind das Markenzeichen des von Fisherman’s Friend organisierten Laufevents.

Mittlerweile finden nicht nur ähnliche Läufe in Holland, Belgien und Frankreich statt, auch in Deutschland haben Laufhungrige, neben dem Run am Nürburgring, eine weitere Gelegenheit, sich auszupowern: Seit 2014 findet ein zweiter Lauf auf dem Festival-Gelände Ferropolis, zwischen Berlin und Leipzig, statt. Der Clou in diesem Jahr: Der Lauf startet erst um 22 Uhr – die Dunkelheit, Lichteffekte und laute Tanzmusik sollen bei Teilnehmern und Zuschauern für noch mehr Nervenkitzel sorgen.

StrongmanRun (c) Privat

StrongmanRun (c) Privat


Strongman Run-Wiederholungstäter

Joachim Rudo im Interview

inSport Joachim, warum machst du beim Strongman Run mit?
Joachim Mich begeistert vor allem die euphorische und lustige Stimmung mit den vielen Verkleidungen. Das Gemeinschaftsgefühl ist überragend. Ich bin vorher bereits mehrmals Marathon gelaufen und suchte eine neue Herausforderung – die fand ich im Strongman Run.

inSport Vor welchen Hindernissen hast du den meisten Respekt?
Joachim Als der Lauf noch im Februar stattgefunden hat, hatte ich sehr großen Respekt vor den Schwimmhindernissen. Dieses Jahr freue ich mich besonders auf die riesengroße Wasserrutsche.

inSport Was war bisher dein persönliches Highlight?
Joachim In einem Jahr war eine Frau mit einer aufwendigen Holzkonstruktion als Auto verkleidet. Während des Laufes hat sie den Teilnehmern Süßigkeiten aus ihrer Bauchladen-Holzkonstruktion geschenkt – und hat dabei allerdings auch selbst den Lauf absolviert.

inSport Was macht für dich den besonderen Reiz des Strongman Run aus?
Joachim Man schafft Dinge, die man sich vorher gar nicht zugetraut hätte. Außerdem gibt es beim Laufen ständig Erfrischungen – für den ganzen Körper.

Strongman Run-Wiederholungstäterin
Nelly Onigkeit im Interview

inSport Nelly, du nimmst bereits zum neunten Mal am Strongman Run teil. Worin liegt der Reiz?
Nelly Es macht sehr viel Spaß, da der Lauf alles andere als alltäglich ist. Mich reizt es, an meine Grenzen zu kommen. Und es immer wieder ins Ziel zu schaffen, ist beeindruckend.

inSport Wie würdest du den Strongman Run definieren?
Nelly Der Lauf weckt die Lebensgeister und ist eine tolle Erfahrung. Zudem ist er eine einmalige Kombination aus Mut, Kraft, Ausdauer und jeder Menge Spaß.

inSport Die Hindernisse reichen von Netzen bis hin zu Matschbädern. Auf welches Hindernis freust du dich am meisten?
Nelly Ich muss wirklich zugeben: Es macht richtig Spaß, sich dreckig zu machen. Allerdings: Vor den Wasserhindernissen hab ich den größten Respekt, vor allem, wenn das Wasser nur wenige Grad warm ist. Da verkrampfen die Muskeln schnell, das kann nicht nur unangenehm sondern auch gefährlich werden.

inSport Was war bislang dein persönliches Highlight?
Nelly Die verschiedenen Kostüme beeindrucken mich immer wieder. Wenn man von einem verkleideten Superman angefeuert wird, motiviert das ungemein. (lacht) Doch besonders die gute Laune der Teilnehmer sowie der Zuschauer ist überragend und gibt Kraft.

StrongmanRun (c) Fisherman's Friend

StrongmanRun (c) Fisherman’s Friend

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StrongmanRun (c) Fisherman’s Friend

StrongmanRun (c) Fisherman's Friend

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Info

Wer nun auch Lust auf den bereits ausgebuchten Nürburgring-Strongman Run bekommen hat, muss sich nicht grämen, denn am 15. August gibt’s noch den Ferropolis-Strongman Run. Kontakt und weitere Informationen unter www.strongmanrun.de.

Text Ann-Kathrin Ewald | Fotos Fisherman’s Friend, Privat

Kategorie:Extremsport

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