»Einmal Lion, immer Lion«

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Rückkehr einer Ikone: Troy Tomlin erneut Lions-Trainer

Phil Hickey lief als Cheftrainer den hohen Zielen des Vereins stets hinterher, wurde entlassen und jetzt ersetzt. Für ihn an den Start kommt nun ein bekanntes und beliebtes Gesicht: Troy Tomlin führte die Lions in seiner Zeit als Headcoach (2001 bis 2004) jedes Jahr zum German Bowl und zwei Mal zum Eurobowl – und wurde dann wegen „Erfolglosigkeit“ entlassen … Danach trainierte der Mann mit der tiefen Stimme und dem amerikanischen Akzent in den USA. Jetzt ist er back, back in BS.
 
inSport Mister Tomlin, haben Sie die Lions aus den USA verfolgt?
Tomlin Natürlich. Braunschweig  ist wie ein Zuhause für mich. Meine Frau ist ja auch Braunschweigerin. Ich wollte immer nur Erfolg für die Lions und es war schwer zu ertragen, wenn es nicht so gut lief. Wir haben immer gesagt: „Einmal ein Lion, immer ein Lion!“
inSport Wie ist das Verhältnis 
zwischen Ihnen und Phil Hickey?
Tomlin Ich hatte guten Kontakt zu ihm. Er hat mir Briefe über seine Pläne mit einigen Jungs geschrieben, die ich jetzt weiter verfolge. Über diese Zusammenarbeit freue ich mich besonders.
inSport Sie verstehen sich also?
Tomlin Ja, ich habe ja schließlich nicht versucht, ihm seinen Job zu nehmen. Ich weiß aber, dass es sicherlich eine schwierige Situation ist. Trotzdem: Er hat eine tolle Arbeit verrichtet und wird das auch zukünftig machen. 
inSport Hat er als Trainer etwas falsch gemacht? 
Tomlin Nicht wirklich. Aber er hat auch nicht viel darüber gesprochen. Wenn es etwas gibt, arbeiten wir daran und finden eine Lösung.
inSport Was war bisher das größte Problem in der Mannschaft?
Tomlin Es gibt einige schwache Punkte in der Mannschaft, die wir verbessern müssen. Es gibt allerdings auch viele positive. Ich will so etwas aber nicht vor Publikum erzählen. Das ist nur für die Jungs, für uns. Auf jeden Fall arbeiten wir daran und ich denke, wir 
können es auch schaffen. 
inSport Was schaffen?
Tomlin Uns ein Spiel nach dem anderen stetig weiter zu verbessern. Das ist unser Ziel! Unser nächstes Ziel ist immer nur das nächste Spiel. Das ist alles!
inSport Wie wichtig sind Ihnen dafür amerikanische Spieler?
Tomlin Zurzeit haben wir vier Amerikaner im Auge und wahrscheinlich auch noch einen fünften. Ich bin aber auch schon im Kontakt mit vielen Jungs aus Europa. Vier Amerikaner wollen wir aber unbedingt haben.
inSport Aktuell haben Sie noch keinen Co-Trainer. Wie stellen Sie sich Ihren Trainerstab vor?
Tomlin Ich suche nach einem 
Co-Trainer, der schon viel Erfahrung hat. Dabei ist es mir lieber, wenn er auch schon in Europa gearbeitet hat. Das möchte ich auf jeden Fall. Die deutschen Coaches, die hier waren, sind ehemalige Spieler von mir. Es würde mich sehr freuen, wenn ich mit ihnen arbeiten könnte, denn sie wissen bereits, wie ich bin, und wie genau meine Philosophie funktioniert. Das gilt sowohl im positiven als auch im negativen Sinne (lacht).
inSport Was für Vor- und Nachteile hat es, wenn man auch bereits in den USA trainiert hat? 
Tomlin Mein Vorteil ist es, dass ich in Deutschland nun die Chance habe, mit vielen Trainern zusammenzuarbeiten, die bereits Erfahrungen aus Amerika mitbringen. Natürlich konnte ich in den USA aber auch selber viele Eindrücke sammeln. Der größte Nachteil ist wohl, dass die Spieler nur dann aufs Feld dürfen, wenn sie auch im Studium gut sind.
inSport Was haben Sie für die  
Zukunft noch für Pläne?
Tomlin Ich möchte, dass wir wieder ein richtiges Team sind. Erstmal haben wir aber einen langen Weg vor uns. Es gibt viel zu tun.
 
Julian Harzer
Foto Lions

 

Kategorie:Football

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