Die Vitalstoffzufuhr

Ironmen (c) tete delacourse-(flickr).com

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Auf dem Weg zum Ironman

Jeder, der intensiv Sport betreibt, hat einen erhöhten Bedarf an Vitalstoffen. Dazu zählen natürlich insbesondere auch Ausdauersportler wie Christian Feuersenger und viele andere Triathleten. Christian zählt hier auf einen individuellen Ernährungsplan sowie auf eine detaillierte Zusammenstellung von Zusatzstoffen.

Der hohe Vitalstoffbedarf bei Leistungssportlern entsteht durch den hohen Energie- und Stoffwechselumsatz, einen erhöhten Verlust an Vitalstoffen beim Schwitzen und durch eine verstärkte Belastung durch freie Radikale.

Die Folgen eines Mangels an Vitalstoffen sind verminderte Leistungs- und Regenerationsfähigkeit, größeres Verletzungsrisiko sowie eine erhöhte Infektanfälligkeit. Aber was genau sind Vitalstoffe und welche wichtigen Funktionen übernehmen diese im Körper? Hier eine kleine Zusammenfassung der wichtigsten Vitalstoffe für Ausdauersportler:

Antioxidantien
Vitamin A, C, E, Q10 und Selen neutralisieren die freien Radikale, die durch den erhöhten Energieumsatz vermehrt entstehen. Wichtig sind hier auch die OPCs (Oligomere Proanthocyanidine). Diese sind mittlerweile ein Nahrungsergänzungsklassiker. Sie gehören zur Gruppe der Polyphenole, zählen zu den potentesten „Radikal-Fängern“ und erweisen sich dadurch als Zellschutzfaktor für Herz und Gefäße.

Mineralstoffe und Spurenelemente
Bei intensivem Training verliert der Körper wichtige Salze durch den erhöhten Energieumsatz sowie über den Schweiß und die Nieren. Dies gilt insbesondere für Natrium, Kalium, Magnesium, Kalzium, Selen, Mangan, Kupfer, Eisen und Zink. Daher ist besonders wichtig: Immer 100 Prozent des täglichen Bedarfs an lebenswichtigen Vitaminen – unter anderem sind das die Vitamine A, B, C und E – zu sich nehmen. Sie unterstützen die wichtigsten Körperfunktionen und -bereiche wie zum Beispiel das Immunsystem, die Herzfunktionen und die Zellgesundheit. Auch halten sie die Leistungsfähigkeit aufrecht und reduzieren die Müdigkeit. Sie fördern die Widerstandskraft und beugen zudem oxidativen Muskelschäden vor. Am besten sollte die Zufuhr in Form von Obst und Gemüse (circa 600 bis 700 Gramm pro Tag) und bei Bedarf durch Nahrungsergänzungsmittel gesichert werden.

Mineralstoffe wie Zink oder auch Magnesium, die für gesunde Knochen, straffes Bindegewebe, gute kognitive Funktionen und noch vieles mehr sorgen, müssen ebenso ausreichend und regelmäßig zugeführt werden.

Außerdem sind wichtig:
B-Vitamine:
Sie regulieren den Energiestoffwechsel, werden für die Bildung roter Blutkörperchen benötigt und stärken das Nervensystem.
Aminosäuren:
Aminosäuren wie Glutamin, Ornithin und Arginin werden zum Muskelaufbau und der Fettverbrennung benötigt. Außerdem stärken einige Aminosäuren das Immunsystem und beugen Infekten vor.
L-Carnitin:
L-Carnitin wird für die Energiebereitstellung durch langkettige Fettsäuren benötigt und fördert so die Leistung. Insbesondere für Ausdauersportarten spielt dies eine Rolle. Daneben aktiviert es das Immunsystem und schützt es vor Übertraining.

Und bitte daran denken, dass die Nahrungsqualität nicht mehr der von 1960 entspricht! Außerdem Vorsicht bei Nahrungsergänzungen: Nicht alle Produkte sind zu empfehlen. Gerade für den Ausdauersportler ist ein individuelles Coaching sinnvoll.

Der nächste Teil wird die „Notwendigkeit gesunder Nahrungszufuhr außerhalb der Trainings- und Wettkampfsituation“ behandeln.

Text Frank Hellwig | Fotos Tete Delacourse (flickr)

Kategorie:Extremsport

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