Die Schwimmtechnik

Auf dem Weg zum Ironman Teil 8

Nachdem im letzten Teil die Basics für das Schwimmen vorgestellt wurden, geht es nun an die Details dieser Disziplin. Grundsätzlich sollte beim Erlernen der Schwimmtechnik auf folgende Merkmale geachtet werden: Atmung, Konzentration, Technik und Distanz sowie die Eigenschaften des offenen Gewässers. Und genau diese Punkte lernt und übt Christian – seit rund 14 Monaten …

Atmung
Sollten Sie nicht genug Luft bekommen, so liegt das nicht an der Kondition, sondern an der falschen Atemtechnik. Entscheidend ist, dass die eingeatmete Luft nahezu komplett unter Wasser ausgeatmet wird. Viele Anfänger machen den Fehler, dass sie, während der Kopf unter Wasser ist, die Luft anhalten. Problem ist, dass dann die Zeit, die der Mund über Wasser ist, nicht für das Aus- und Einatmen reicht.  Die Bewegungen werden hektisch und unkontrolliert. Tipp:  Sofort nach dem Einatmen, wenn der Kopf wieder nach vorn gerichtet im Wasser ist, die Luft aktiv ausatmen – so als wollten Sie die Wassermassen „wegpusten“.

Konzentration
Beim Laufen und Rad fahren können Sie die Gedanken schon mal schweifen lassen. Beim Schwimmen ist das anders. Das Schwimmtraining ist eine hervorragende Konzentrationsübung. Achten Sie immer auf das Gefühl an den Handflächen, denn nur diese bringen Sie vorwärts. Der Beinschlag sollte hier nur zum Ausgleich einer korrekten Wasserlage dienen. Tipp: Sie sollten während der gesamten Schwimmeinheit einen optimalen Druck und Widerstand an den Händen haben. Viele neigen bei längeren Schwimmeinheiten dazu, etwas zu schludern – das liegt aber nicht an der Ermüdung, sondern an mangelnder Konzentration.

Technik
Das Hauptproblem beim Schwimmen ist, dass Sie sich nicht selbst beobachten können. Beim Laufen und Radfahren können Sie ihre Technik sehr wohl sehen. Um gleich zu Beginn des Techniktrainings die wichtigsten Phasen (Wasserlage, Armzug, Atmung) korrekt zu erlernen, rate ich zu einem Schwimmtrainer. Die Investition lohnt sich, denn eine spätere Korrektur des Schwimmstils ist zeit- und arbeitsaufwendig. Tipp: Buchen Sie den Schwimmtrainer im Winter alle 14 Tage für 30 Minuten. Er wird Ihren Stil analysieren, Sie mit Aufgaben für die kommenden Trainingseinheiten versorgen und das Erlernte kontrollieren und korrigieren.

Herausforderung Offenes Gewässer
Haben Sie ihre Ausstattung (Neopren) und fühlen sich im Schwimmstil sicher und zufrieden, dann kommt als nächste Hürde das Training im offenen Gewässer, denn alle Ironman-Veranstaltungen finden in offenen Gewässern oder Seen statt. Hier gilt zu beachten:
• Immer eine rote oder weiße Badekappe tragen
•  Immer in Begleitung schwimmen
• Machen Sie sich mit den Örtlichkeiten vertraut (Strömungen, Strudel, Hindernisse …)
• Lernen Sie, sich zu orientieren, Ziele anzuschwimmen und legen Sie selbst eine Schwimmstrecke fest.
• Für die Orientierung ist es erforderlich, dass Sie den Armzug mit dem Kopf über Wasser beherrschen.

Erster Wettkampf
Sie sollten spätestens jetzt (nach einem Jahr Training) einen Probewettkampf absolvieren.  Christian hat sich für die Mitteldistanz entschieden und wird am 11. August beim Ironman 70.3 Germany in Wiesbaden starten. Der Ironman 70.3 bedeutet: 1,9 km Schwimmen, 90 km Rad fahren und 21,1 km Laufen.

Wir wünschen Christian für den ersten Wettkampf viel Erfolg und berichten im nächsten Teil ausführlich.

Kategorie:Fitness

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