Braunschweiger SG schießt in der Bundesliga-Endrunde

160107 BSG Bundesliga Luftpistole 2016

Wieder auf Medaillenkurs: Ganze zwei Ring fehlten den Luftpistolen-Schützen der Braunschweiger SG nach elf Wettkämpfen zur Nordmeisterschaft in der Bundesliga. Doch die tolle Vorrunde ist Makulatur, wenn am 13. und 14. Februar die besten acht Teams aus der Nord- und der Südstaffel um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft schießen. Dann beginnt auch die Truppe von Teamchef Dieter Schröder bei Null – im Viertelfinale gegen den Newcomer SV Waldkirch.

Die Braunschweiger mussten sich nur im Lokalderby gegen den SB Broistedt mit 2:3 geschlagen geben. BSG-Heimkehrer Viktor Samoljenko fehlten die besagten beiden Ringe beim 374:376 gegen den nervenstarken Broistedter Florian Ullrich. Doch weder der SBB als Nordmeister noch die Braunschweiger SG als Vorjahresdritter fahren als Favoriten zur Endrunde nach Rothenburg an der Fulda. „Die Südteams sind meist stärker, weil sie ganz andere finanzielle Mittel haben“, weiß Dieter Schröder.

Dabei kann sich seine Riege sehen lassen. Allen voran Topmann Oleg Omelchuk, mit einem Schnitt von 390 Ring Bester beider Bundesligastaffeln. Am zweiten Bundesliga-Wettkampftag hat er den Weltrekord mit tollen 395 von 400 möglichen Ring eingestellt. Sein Ersatz, pro Team ist nur ein Ausländer erlaubt, wäre Viktor Benkin und kommt ebenfalls aus der Ukraine.

BSG-Weltrekordler Oleg Omelchuk schoss in der Bundesliga 395 von 400 möglichen Ring. Foto: Verein

BSG-Weltrekordler Oleg Omelchuk schoss in der Bundesliga 395 von 400 möglichen Ring. © SG Braunschweig

Doch die BSG ist kein Ein-Mann-Team. Kaum schwächer ist Patrick Meyer, der im Vorjahr eine perfekte Saison absolvierte. Im Bundesliga-Match werden fünf Duelle Eins gegen Eins ausgetragen, der Gewinner jedes Vergleichs holt einen Punkt für sein Team. In der Scorer-Wertung 2015 gewann Meyer alle zehn Partien für sein Team. Diesmal patzte er zwar gleich am ersten Wochenende, lag danach aber wieder stets vorn.

Wie der Routinier Samoljenko, der längst deutscher Staatsbürger ist, kam Pierre Michel von der Schützengilde Bassum, die sich den Belastungen der auf zwölf Teams aufgestockten Bundesliga Nord nicht mehr gewachsen fühlte. Die Aufstockung, die Schröder nicht unbedingt begrüßt, brachte denn auch finanzielle Mehrbelastungen, während der sportliche Wert zweifelhaft sei. Viele Neulinge seien einfach überfordert und blieben punktlos.

Die Topteams hingegen müssen durchgängig gut besetzt sein. Denn die Begegnungen werden oft auf den hinteren Positionen entschieden. „Da müssen Leute stehen, die unter der Belastung einer Endrunde 380 Ring und mehr schaffen“, erklärt Schröder. Das ist Marco Angermann-Gützel zum Abschluss der Vorrunde zweimal gelungen. Markus Gather insgesamt dreimal, Samoljenko und Michel aber fehlen diese Ergebnisse in der laufenden Serie noch.

Aber vielleicht haben sie sich dieses Erfolgserlebnis für das Viertelfinale aufgehoben, wenn es gegen den einzigen erfolgreichen Neuling aus Waldkirch geht.

Text: Jörg Werner David
Foto: Braunschweiger SG

Bundesliga-Endrunde:
in Rothenburg/Fulda

Samstag, 13. Februar
Viertelfinale:
HSG München – PSV Olympia Berlin (9 Uhr)
SV Kelheim-Gmünd – SV 1935 Kriftel (10.45 Uhr)
SV Waldkirch – Braunschweiger SG (12.30 Uhr)
Sgi Waldenburg – SB Broistedt (14.15 Uhr)
Halbfinale 16 und 18 Uhr

Sonntag, 14. Februar
Kleines Finale ab 10 Uhr
Finale ab 12 Uhr

 

 

 

Kategorie:Sonstiges

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