20 neue Löwen

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New Yorker Lions – die Saison ist eröffnet

Bei den New Yorker Lions hat sich viel getan: Der seit letztem Jahr aktive Cheftrainer Phil Hickey hat nicht nur grundlegende Änderungen bezüglich der Taktik unternommen, sondern auch den Kader ordentlich aufpoliert. Wie gut das neue Team funktioniert, zeigte sich bereits am 7. April beim EFAF Cup in Mailand.


Sie wollen es wieder wissen: Die bis 2008 dominierende Mannschaft der deutschen Football-Liga (GFL) ist nach drei schlechten Saisons in Folge einen gewagten Schritt gegangen. Der Kalifornier Phil Hickey sollte das Team als Cheftrainer komplett umkrempeln und es zurück zu alter Stärke führen. Die Löwen wollen wieder im Finale, dem German Bowl, um den Titel spielen – vor wenigen Jahren war das noch eine Selbstverständlichkeit. Nun ist die theoretische Arbeit getan. Hickey konnte seine Traumkandidaten verpflichten: Nicht nur mehrere Importspieler aus dem Mutterland des American Footballs, sondern auch bei den Lions bereits bekannte Gesichter treiben die Mannschaftsstärke in die Höhe. Vor allem der Nationalspieler Lenny Greene, der als einer der besten Defensive Backs der Liga bis 2007 die Lions stärkte, weckte bei vielen Fans Erinnerungen an bessere Zeiten des siebenfachen Deutschen Meisters und zweifachen Eurobowl-Siegers. Doch mit den 20 neuen Spielern (siehe Tabelle) und dem neuen Defensive Coordinator Dave Easley in die Saison zu starten, bedeutet erst einmal Ungewissheit. Man war neugierig: Wie harmonieren die Spieler zusammen? Wie gut kann das Team von dem neuen, amerikanischen Quarterback Michael Herrick (siehe Bild oben) Anweisungen entgegennehmen? Der 7. April lichtete dann aber alle Unklarheiten. Beim EFAF-Cup, einem von zwei Europapokal-Wettbewerben, gegen Seamen Milano, gewann man nicht nur, sondern fegte die Italiener mit 56:0 regelrecht vom Platz – das Trainingscamp an der italienischen Adriaküste hatte sich ausgezahlt. Phil Hickey war äußerst zufrieden. Doch die gestärkte Motivation darf sich jetzt nicht in übereifrigen Hochmut verwandeln. Die Braunschweiger Footballer müssen konzentriert bleiben, um das erste Match in der GFL am 12. Mai als Sieg nach Hause zu tragen. Vor allem, weil man nach Hamburg zu den Blue Devils fahren wird, dem Erzrivalen der Lions.

 

Nummer Name Position Geboren Größe (cm) Gewicht (kg) Nationalität
6 Sears, Ronald DB 1985 185 86 US
7 Herrick, Michael QB 1988 185 93 US
11 Worthington, Reid LB 1988 183 102 US
16 Pavlovic, Ivan WR 1992 195 91 RS
20 Ahrens, Niklas DB 1993 193 90 DE
21 Greene, Leonard DB, WR 1980 187 88 DE
24 Wiedemann, Janosch DB 1991 180 85 DE
25 Hertrampf, Lukas WR 1993 180 82 DE
27 Riepken, Sven LB 1992 190 97 DE
31 Wiesmann, Manuel LB 1991 176 101 DE
39 Ngoy Muninga, Chris LB 1992 190 85 DE
40 Sövegjarto, Robert TE, FB 1987 189 120 DE
41 Hilz, Tim TE 1992 192 93 DE
44 Lieb, Robin LB 1992 182 95 DE
52 Schlagner, Pascal LB 1992 197 101 DE
69 Beilecke, Rene OL 1987 195 136 DE
84 Sheard, Solomon WR 1979 204 110 US
86 Knopf, Janos WR 1992 180 81 DE
92 Oevermann, Arne DL 1991 195 119 DE
95 Malecki, Jakub DL 1984 193 140 PL

Offensive

FB – Fullback Als schwerfällige Runningbacks bekommen sie den Ball meist übergeben, um Raum zu gewinnen.
OL – Offensive Line Die Angriffslinie schützt den Ballträger vor angreifenden Gegnern.
QB – Quarterback Der Kopf der Offensive vermittelt die Spielzüge und verteilt den Ball.
TE – Tight End Als Hybride sind sie entweder als Wide Receiver oder in der Offensive Line einsetzbar.
WR – Wide Receiver Sie müssen den Ball des Quarterbacks fangen und Raum gewinnen.


Defensive

DB – Defensive Back Als Gegenspieler der Wide Receiver müssen sie hauptsächlich gegnerische Pässe abfangen, aber auch den Ballträger stoppen.
DL – Defensive Line Die Verteidigungslinie macht gegnerische Spielzüge zunichte und setzt den Quarterback bei Pass-Spielzügen mit Angriffen unter Druck.
LB – Linebacker Die Allrounder sind für den Block jeglicher Art zuständig.

 

 

Julian Harzer
Fotos New Yorker Lions

Kategorie:Football

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